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Die Suppenteller klapperten beim Abräumen. Felix hob sein Weizenbier.
„Auf gute Zusammenarbeit.“
Seit zwei Tagen rang ich mit zwölf Führungskräften um kompetente Führung, Vertrauen und Zusammenarbeit.
Ein paar lachten.
Jemand stieß mit der Gabel gegen sein Weinglas.
Dann warf Pia ein: „Ich erlebe Zusammenarbeit oft als Verschleiß.“
Niemand lachte mehr.
Einer räusperte sich.
Plötzlich hatte ich wieder den Gesichtsausdruck eines Bereichsleiters vor Augen, der mir vor Jahren gestand:
„Ich halte die Meetings kaum noch aus.“
Niemand in der Firma hätte es ihm angesehen.
Ich nickte Pia zu.
Quer über den Tisch flogen plötzlich Beispiele von Meetings, nach denen Menschen leerer waren als vorher.
Nicht die Arbeit erschöpfte diese Menschen.
Sondern die endlosen Schleifen dazwischen. Die permanente Abstimmung.
Felix drehte sein Weizenbier langsam zwischen den Händen.
Und plötzlich wirkte der Toast „Auf gute Zusammenarbeit“ deutlich komplizierter als noch vor wenigen Minuten.
Vielleicht liegt genau darin eines der größten Missverständnisse moderner Arbeitswelten: Dass Zusammenarbeit automatisch etwas Gutes sei.
So einfach ist Zusammenarbeit offenbar nicht.
Zusammenarbeit kann Menschen tragen. Sie kann sie inspirieren. Sie kann aus Einzelnen etwas Größeres machen.
Aber sie kann eben auch zermürben.
Genau darüber habe ich in den letzten Wochen intensiv nachgedacht — in meiner Podcast-Trilogie zum Thema Zusammenarbeit (#151, #152, #153).
Hier geht’s zur Mediathek von „Werte-Impulse“:
Folge 151 | Warum Zusammenarbeit unser größter Vorteil ist (1/3) - Profiling Values Podcast
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